108 - Was ich gerne vor meinen Kindern gewusst hätte – 6 Gedanken, die Eltern entlasten
Shownotes
Was hätte ich gerne gewusst, bevor ich Mama geworden bin? In dieser Folge nehme ich dich mit in meine ganz persönlichen Erkenntnisse aus den letzten Jahren. Dinge, die ich nicht aus Büchern gelernt habe, sondern im Alltag – in Momenten von Unsicherheit, Überforderung, aber auch tiefer Verbindung. Du erfährst unter anderem: warum dein Baby mehr kann, als du vielleicht denkst weshalb du nicht alles „fördern“ oder lösen musst wie ein entspannterer Blick auf Spiel euren Alltag verändern kann warum Kinder Führung brauchen – und was das wirklich bedeutet wie sich eure Beziehung im Laufe der Zeit verändert darf weshalb ein „Dorf“ nicht perfekt sein muss, um dich zu tragen Diese Folge ist keine Anleitung. Sondern eine Einladung, deinem eigenen Weg mehr zu vertrauen. 💛 Vielleicht nimmst du einen Gedanken mit, der dich entlastet.
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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu Einfach-Familie-Lieben.
00:00:04: Ich freue mich sehr, dass du heute hier bist!
00:00:06: Ich möchte heute über ein Thema sprechen was ich schon ganz lange aufnehmen wollte und zwar was ich gerne schon von meinen Kindern gewusst hätte.
00:00:14: Ich wollte die Folge glaube ich aufnehmen bevor der Kleiner auf die Welt kam und jetzt sind wir wieder über zwei Jahre vergangen und jetzt nehme ich sie auf, aber es sind einfach nur noch mehr Erkenntnisse dazu gekommen.
00:00:26: Deshalb ja das kommt immer alles zu so einem richtigen zum richtigen Zeitpunkt.
00:00:35: Genau und ich würde sagen wir starten mal!
00:00:36: Ich bin nämlich eigentlich müde, ich bin immer noch ein bisschen angeschlagen.
00:00:40: Wir hatten wirklich einen verrückten März, da wäre alle durchgängig Abwechseln krank waren und ja, ich immer noch richtig auf der Höhe bin.
00:00:49: Aber ich hatte jetzt wirklich das Bedürfnis, noch eine Podcastfolge aufzunehmen um mal wieder in den Flow zu kommen mit einem zweiwöchigen Flow wenigstens.
00:00:59: Ja!
00:01:00: Und deshalb starten wir einfach direkt mal rein.
00:01:05: Es gibt irgendwie so vieles dass wir natürlich erst verstehen wenn wir dann so richtig drin sind im Familienleben.
00:01:13: Ja, ich hab gelesen.
00:01:14: Ich habe ganz viel Kurse gemacht, Zusatzausbildung.
00:01:17: Ich bin Pädagogin und ja, bevor ich Kinder bekommen hab so das Gefühl ... Was soll da jetzt noch kommen?
00:01:26: Ich war au pair!
00:01:30: Der kleine war auch eins als ich kam Und der große drei, ich habe doch quasi wie eine Mama fungiert und gelebt, was soll dann auch auf mich zukommen?
00:01:41: Was mich da so erschüttert.
00:01:44: Und ja wenn wir dann wirklich drin sind... Wenn wir müde sind, wenn die unsicher sind... ...wenn der ganze Mental Load noch mit dazu kommt, dann gibt es einfach viele Herausforderungen, die da aufs einen zu kommen und viele Dinge Die Frage zeichnen vielleicht hervorrufen und wo man sich dann im Nachhinein denkt, ja das hätte ich gerne schon vorher gewusst.
00:02:11: Und deshalb dachte ich nicht mehr da mal die Zeit und überlegt mir was es für Dinge sind, die ich gerne Eltern mitgeben mag.
00:02:22: Egal ob das jetzt das erste oder das zweite, das dritte Kind ist... Ich glaube man kann da immer voneinander profitieren.
00:02:28: auch ich werde Jeden Tag neue Erkenntnisse haben in meiner Mutterschaft, auch in meiner Funktion als Pädagogin.
00:02:37: Und so kommt es zu dieser Podcastfolge.
00:02:42: und ja vielleicht ist da irgendwas drin was dich stärkt oder was dich entlastet?
00:02:48: Der erste Punkt is Baby sind kompetente Wesen.
00:02:54: Ich glaube was ich damit so ein bisschen ... Ja, was ich damit sagen wollte ist das es oft dann leichter wird wenn wir aufhören zu versuchen alles richtig zu machen.
00:03:05: Alles perfekt zu machen und stattdessen anfangen zu sehen was alles schon da ist.
00:03:10: ja Ich bin am Anfang davon ausgegangen dass ich ganz viel tun muss.
00:03:14: also ich wollte unterstützen begleiten fördern meinem Kind die möglichst besten Bedingungen schaffen.
00:03:22: Dahinter steht dann natürlich ein guter Gedanke.
00:03:25: Aber ich habe dabei ganz lang übersehen, dass mein Baby selbst schon unklapplich viel mitbringt.
00:03:30: Kinder haben von Anfang an einen inneren Antrieb sich zu entwickeln.
00:03:33: Die wollen sich bewegen, die wollen ausprobieren, sie wollen verstehen in Beziehung gehen und vieles davon passiert ganz von selbst wenn wir ihnen den Raum dafür lassen.
00:03:43: Und unsere Aufgabe ist es dabei weniger etwas aktiv beizubringen, sondern eher einen sicheren und verlässlichen Rahmen zu schaffen.
00:03:52: Eine Umgebung in der es sich im Kind frei bewegen kann und eine Präsenz die spürbar ist.
00:03:58: Und das geht dabei darum aufmerksam zu sein feinfühlig auf das zu reagieren was das Kind zeigt.
00:04:06: Und was ich dabei besonders lernen durfte, ist wie schnell wir in diesen Impuls kommen von die Entwicklung leichter machen zu wollen.
00:04:14: Wenn ein Baby sich anstrengend sich zu drehen helfen wir nach.
00:04:19: wenn es frustriert wirkt dann setzt mir das hin.
00:04:22: Wenn es vorwärts kommt möchte da nehmen wir die Hände und helfen beim Laufen.
00:04:27: ja Ich habe das auch ganz stark in meinen Pickup-Kursen gemerkt was da für ein extremer Ja, für ein extremes Bedürfnis so dahinter war bei den Eltern.
00:04:39: Dem Kinder diese Anstrengung abzunehmen und ich kann das definitiv nachvollziehen ja?
00:04:46: Es ist total schwierig im Kind wenn es kämpft sich um zu drehen da nicht einzugreifen oder dem kinder nicht ja nicht unterstützen zu wollen.
00:04:56: wir wollen natürlich dass es unser das ist unser Kind leicht hat und dass es nicht in der anstrengendem Kampf ist Genau.
00:05:07: Und dann helfen wir eben, das passiert aus einer Fürsorge aber es nimmt dem Kind oft genau den Prozess, den er eigentlich braucht.
00:05:15: Es braucht nämlich diese Anstrengung dieses kurze Nicht-Können Diese Unzufriedenheit Weil das gehört zur Entwicklung dazu.
00:05:24: Das ist der Moment in dem ein Kind dran bleibt In dem es ausprobiert und schließlich die Lösung findet oder diese Entwicklung schafft.
00:05:33: Und wenn wir hier zu früh eingreifen, dann verhindern wir nicht nur den Frust sondern eben auch diese wichtige Erfahrung von selbst etwas bewirken zu können.
00:05:41: Selbst schaffen zu können!
00:05:43: Sonst nehmen wir dem Kind wirklich dieses erste Mal selber drehen zu können – dieses Erfolgserlebnis.
00:05:49: Diesen Stolz in den Augen, wenn es selbst geschafft hat diesen Weg in eine neue Position zu kommen dann irgendwann in die Senkrechte, ins Sitzen, ins Grabbeln, ins Erlaufen.
00:06:05: Und ja und ich habe erst nach und nach verstanden wie viel entsteht wenn ich nicht sofort helfe sondern beobachte und warte Wenn ich meinem Kind zutraue.
00:06:15: das ist den nächsten Schritt aus sich heraus machen kann sobald es bereit ist und wenn ich nur soviel unterstütze wie wirklich nötig ist damit es wieder selbst übernehmen kann.
00:06:27: Dabei geht es nicht nur um die motorische Entwicklung, sondern um etwas ganz Grundlegendes dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit.
00:06:34: Ein Kind erlebt das ist aus eigener Kraft etwas verändern kann und genau daraus wächst dann Vertrauen in sich selbst.
00:06:40: Und diese Haltung, die verändert auch die eigene Rolle weg von dem Gefühl, ständig etwas tun zu müssen hin zu einem Dasein das von Aufmerksamkeit und Vertrauen geprägt ist.
00:06:51: Also ich begleite, ich nehme wahr, ich reagiere aber übernehme nicht
00:06:55: alles.".
00:06:56: Das bedeutet auch dass nicht jede Schwierigkeit sofort aufgelöst werden muss – manchmal entsteht Entwicklung genau in dem Moment in dem mich einen Schritt zurückdreht!
00:07:04: Ich glaube wir sehen damit was extrem wichtiges… dem Baby vertrauen und den Prozess vertrauen.
00:07:15: Genau, der zweite Punkt ist Weinen.
00:07:18: ist Kommunikation kein Problem, das gelöst werden muss.
00:07:22: Ein Gedanke, der für mich vor allem beim zweiten Kind sehr entlastet war, war dass Wein die Sprache von Bibis ist, dass wir ja beim ersten Bibi wollten wir das Wein möglichst schnell weg machen Ja?
00:07:34: Für mich war es wie eine Art von Versagen als Mama wenn mein Baby geweint hat weil es vielleicht nicht alle Bedürfnisse erfüllt hat, weil ich gerade nicht adäquat reagiert habe oder wie auch immer.
00:07:52: Also ich muss das jetzt lösen und irgendwann hab' ich verstanden, Beine ist nicht das Problem, dass behoben werden muss.
00:07:58: Es ist ein Ausdruck von Babyen.
00:08:00: Ein Baby erzählt, es verarbeitet, es zeigt was gerade in ihm passiert.
00:08:04: Und meine Aufgabe ist es nicht immer das zu stoppen Oder ist es nicht, es zu stoppen?
00:08:09: Sondern da zu sein.
00:08:11: Zu halten und zu begleiten.
00:08:13: Immer wieder natürlich zu gucken steckt dann Bedürfnis gerade dahinter?
00:08:16: was steckt dafür?
00:08:17: ein Bedürfen ist dahinter aber manchmal ist das Bedürftes einfach auch jetzt gerade vielleicht zu kommunizieren mit uns und etwas loszulassen.
00:08:27: Genau!
00:08:28: Und wenn alles versorgt ist dann darf das Wein da sein.
00:08:31: ja dass ich darf mein Baby... Ich halte mein Baby.. Ich bin für meinen Baby da Und ich halte das aus mit dem Baby und höre zu.
00:08:42: Das hat mir ganz viel Druck rausgenommen, ich musste nicht immer sofort die Lösung finden quasi, ganz unterschiedliche Positionen einnehmen, immer Dollar.
00:08:51: vielleicht kommt man dann rein zu wippen, zu hüpfen ... Mit dem Petziball des Baby zu schaukeln wie auch immer.
00:09:01: Sondern es geht wirklich darum ruhig zu sein, präsent zu sein für sich selber zu sorgen.
00:09:06: Zu gucken bin ich in einer guten Position dass ich mein Baby grad gut halten kann?
00:09:13: Ja das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:09:16: der dritte punkt ist leiden und folgen dass die Kinder beides brauchen.
00:09:20: es ist ein konzept aus dem matemio Matemio habe ich in meiner zeit im jugendamt kennengelernt Da oft eingesetzt ist es eine video-basierte Beratungsmethode zur Entwicklungsunterstützung.
00:09:36: Und da wurde eben auch unter anderem gesagt, dieses Konzept oder dieses Prinzip von Leiten und Folgen steht da sehr im Fokus.
00:09:49: Ich gehe jetzt gar nicht weiter drauf ein aber ich möchte einfach auf dieses Prinzip eingehen.
00:09:55: eben dass dieses Leiden und Folgen im Gleichgewicht sein muss.
00:09:59: Ja, viele von uns möchten es heute anders machen als früher ja weniger streng, weniger kontrollierender, weniger über den Kopf des Kindes hinweg oder gar nicht.
00:10:10: Und das ist total wichtig!
00:10:11: Ich habe gemerkt, dass wir dabei aber manchmal dann in die andere Richtung kippen oder nicht manchmal, sondern gerade extrem in unsere Generationen eine andere Richtung kippen und zwar dass wir diesen Leitungsmoment diese Führung ganz vermeiden.
00:10:28: Wir fragen sehr viel, wir geben ganz viele Wahlmöglichkeiten, wir möchten unser Kind einbeziehen und oft führt genau Distanz zu einer Unruhe weil kleine Kinder damit schnell überfordert sind.
00:10:40: Ein kleines Kind kann noch nicht überblicken, was in einer halben Stunde ist.
00:10:43: Es kann nicht einschätzen, wann es müde wird oder was es später braucht.
00:10:47: Und es entscheidet aus dem Moment heraus und genau deshalb braucht es uns!
00:10:51: Wir überblickten die Situation.
00:10:53: Wir haben das in Kontrolle nicht als diejenigen, die alles bestimmen sondern als diejenige, die die Orientierung geben, die den Überblick haben.
00:11:03: Für mich hat es viel verändert, als ich aufgehört habe, alles zur Wahl zu machen Und stattdessen mehr im gemeinsamen Tun gegangen bin, ich nehme ein Kind mit.
00:11:13: Ich kündige Dinge an und schaffe einen Rahmen.
00:11:15: Und innerhalb dieses Rahmen darf es sich dann frei bewegen quasi.
00:11:19: Das ist ein bisschen überspitzt gesagt.
00:11:24: Sondern kommen das immer wieder natürlich in Führungsmomente rein – mein Kind ja wenn es zum Beispiel eine Spielsituation ist aber ich leite dort wo mein Kind es eben noch nicht kann und ich folge dort wo er selbst aktiv wird Und es bringt extrem viel Ruhe in den Alltag.
00:11:41: Weniger Diskussion, weniger Überforderungen mehr Klarheit und gleichzeitig vielmehr Verbindung weil mein Kind sich orientieren kann.
00:11:49: Diese Führung die bedeutet für mich eben auf gar keine Falle Kontrolle sondern ist eine Verlässlichkeit, ist eine Sicherheit, ist ein Rahmen.
00:11:58: Dass ich da bin, dass ich Entscheidungen treffe wenn es nötig ist das ich meinem Kind gleichzeitig Raum lasse sich einzubringen.
00:12:07: Und ein Beispiel wäre jetzt hier zum Beispiel, dass man sagt... ...dass man nicht ständig den Kindern Optionen zur Verfügung gibt.
00:12:17: Sondern sie wirklich ihren nächsten Prozess mit einbezieht.
00:12:19: Das hilft manchmal viel mehr wie wenn ich sage, welchen Teller von den beiden.
00:12:23: willst du sozusagen?
00:12:24: Hol dir einen Teller und dann kommt es zum Tisch oder sowas.
00:12:29: Das kann oftmals viel verändern weil dann ist mein Kind beteiligt ohne überfordert zu sein.
00:12:35: genau das ist für mich so dieser Kern davon, dass die Kinder die brauchen nicht möglichst viele Entscheidungen.
00:12:42: Die brauchen einen klaren Rahmen in dem sie sich sicher bewegen können und innerhalb dieses Rahmens sind sie wirksam ja?
00:12:49: Und wenn man dieses Prinzip einmal wirklich verinnerlicht hat dann bringt es enorm viel Leichtigkeit weil wir nicht ständig überlegen müssen wie wir alles richtig machen sondern uns daran orientieren können wo braucht mein Kind gerade Führung und wo darf ich ihm folgen?
00:13:07: Genau.
00:13:08: Und einfach auch sich das zu erlauben, dass wir Leitungsmomente annehmen dürfen.
00:13:14: Das viel mir zum Beispiel beim ersten Kind viel schwerer wie jetzt beim zweiten Kind.
00:13:22: Der vierte Punkt ist für mich Spielen verstehen weil dann wird auch vieles einfacher.
00:13:27: Oft denken wir, dass spielen bedeutet, dass ich mein Kind beschäftige und dass ich Ideen brauche, dass man Materialien brauche und vielleicht sogar sinnvolle Angebote.
00:13:40: Aber ich glaube, wenn wir so ein bisschen hinter das Spiel gucken dann können wir uns vieles einfacher machen und es braucht nicht soviel von uns.
00:13:52: Genau!
00:13:52: Und auch zu überdenken was ist Spiel überhaupt?
00:13:55: Wir haben oftmals eine Vorstellung was Spiel ist und erkennt es vielleicht auch manchmal gar nicht wann unser Kind überhaupt spielt.
00:14:02: Wenn es Dinge ausräumt hin und her trägt zertiert wiederholt scheinbar Chaos macht.
00:14:07: Es ist auch Spiel, ja?
00:14:10: Das erforscht Zusammenhänge.
00:14:11: Das entdeckt Ursache, Wirkung und macht wichtige Entwicklungstritte.
00:14:15: Und für all das braucht es keine perfekten Angebote – die Kinder lernen am besten durch echte Erfahrungen, durch Materialien, die sich verändern lassen, die sie anfassen bewegen, kombinieren können!
00:14:27: Und oftmals eben ganz einfache Dinge aus dem Alltag, wie Schüsseln, Becher, Löffel, Tücher, Wasser, Sand.
00:14:35: Es braucht wirklich... Da weniger ist mehr.
00:14:40: und was es wirklich braucht, ist so ein Raum der überschaubar ist, der Sicherheit gibt und gleichzeitig zum Entdecken einlädt einen Raum in den sie selber aktiv werden können sich als wirksam erleben.
00:14:52: Und genauso wichtig wie der Raum ist auch unsere Rolle darin dass es im Spiel nicht darum geht, dass wir irgendwas produzieren oder ein Ergebnis erreichen.
00:15:01: Es geht nicht um irgendein Bastelprojekt zum Beispiel ja?
00:15:05: Oder das irgendwie bei dem Spiel im Endeffekt dann eine schöne Burg rauskommt was schönes Vorzeigbares sondern es geht dabei um diese Beziehung darüber, warum ich eben da bin, dass ich wahrnehme was mein Kind tut und sich begleite wenn ich mal sprachlich in dem ich beschreibe was gerade passiert nicht um irgendwas vorzugeben, sondern wirklich immer diese Verbindung herzustellen zu dem Objekt was das Kind gerade tut zum Beispiel.
00:15:33: Ja dass das Kind z.B.
00:15:35: dran bleibt in einem Spielfluss bleibt aber auch natürlich zu mir.
00:15:40: und Kinder lernen nicht weil wir ihnen etwas erklären, sondern weil sie sich sicher fühlen und weil sie selbst dann die Erfahrung machen dürfen.
00:15:49: und ohne die Bindung entsteht keine Bildung, heißt es so schön.
00:15:53: und ich finde das ist sehr passend.
00:15:56: Weil gerade in den ersten Jahren geht eben ganz viel einfach um diese Verbindungen mit uns und dann dass sie dann ins Spielfluss reinkommen können und in diesen Lernprozess natürlich dadurch.
00:16:08: Und es sind wirklich scheinbar kleine Momente beim einen Ausräumen, beim Schütten oder wiederholen Passiert was ganz wichtig ist ja Selbstwirksamkeit, Problemlösungen und ein Gefühl dafür wie die Welt funktioniert.
00:16:23: Und dabei dürfen Kinder ihren ganz eigenen Weg gehen.
00:16:25: Die wollen selber entdecken, was passiert?
00:16:27: Die brauchen Zeit um diese Dinge zu wiederholen... ...und sie brauchen Möglichkeiten.
00:16:34: Ja, die ihnen das alles offenbaren!
00:16:38: Ich habe gemerkt, wie leicht wir Kinder unbewusst am Spielen hindern können.
00:16:42: Das kann eben passieren wenn wir zu viel Materialien haben... ...wenn die Übergebung unruhig ist, wenn wir ständig eingreifen oder auch wenn wir Erwartungen haben... Wenn wir das Spiel führen statt es entstehen zu lassen... Oder wenn wir den auch so wenig zutrauen Und manchmal auch einfach, wenn eh nicht genug Zeit ist.
00:16:59: Es ist oftmals ein sehr wichtiger Punkt weil die Kinder brauchen in bestimmte Zeit um ins Spielen reinzufinden.
00:17:07: Ja, was hilft ist da so eine bestimmte Haltung zu haben?
00:17:10: Ich sehe mich nicht als Dänige die das Spiel gestaltet sondern als eine Begleiterin.
00:17:16: Ich sorge für einen sicheren Rahmen ich bin präsent, ich begleite und vertraue darauf dass mein Kind den eigenen Weg im Spiel findet.
00:17:25: Und oft bedeutet es ganz konkret ich setze mich dazu, ich beobachte, ich nehme wahr, tu erstmal nichts kommentiere dann vielleicht einfach ein paar Dinge damit mein Kind in das Spiel hineinfindet Und sieh mich dann auch wieder raus, also liehen mich dann so quasi wirklich ganz praktisch zurück.
00:17:42: Guckt der Spielsituation zu und daraus kann ein sehr tiefes konzentriertes Spielen stehen und dadurch natürlich auch Lernen zur Friedenheit.
00:17:56: Und spielen ist wirklich dann diese Arbeit vom Kind.
00:17:58: ja das kann auch wirklich anstrengend sein es kann Frustration aus Leuten lösen aber auch Begeisterung und Freude Ja, und da einfach in so einer anderen Form teilzuhaben ist es sehr schön.
00:18:15: Und sehr gewinnbringend für beides Seiten.
00:18:20: Genau!
00:18:21: Der Fünftpunkt... Es ist unser aller Leben habe ich das genannt.
00:18:27: Weil am Anfang dreht sich natürlich alles um das Baby ja?
00:18:30: auch absolut notwendig.
00:18:32: Neugeborene ist es, erlebt sich nicht als getrennt von uns wie er uns anfangs auch nicht von ihm und das hat noch kein Gefühl von Das bin ich, das bist du sondern diese Bedürfnisse.
00:18:45: die sind unmittelbar und sie brauchen eine unmittelbare Antwort.
00:18:48: Und wenn Bibi hungrig ist müde ne braucht dann kann es auch nicht warten und in der Zeit sehen wir wirklich die sein ganzer Bezugsrahmen.
00:18:58: und genau dadurch entsteht Sicherheit.
00:19:01: Und dann, wenn es ist immer wieder erlebt.
00:19:04: Dadurch bekommt das die Erfahrung von ich werde gesehen auf mich wird reagiert Ich bin nicht allein und das ist natürlich eine extrem wichtige Grundlage und dadurch entsteht Bindung.
00:19:15: Was ich aber lange nicht verstanden habe ist dass sich das mit der Zeit verändert darf und auch verändern muss.
00:19:21: Mit den Monaten entwickelt sich das Kind so stabiler wacher beginnt sich selbst in die Welt mehr zu unterscheiden findet dann auch nach und nach zum Ich.
00:19:32: Das dauert aber doch ein bisschen länger, aber es verändert dadurch auch... Nach und nach verändern sich unsere Rollen aus... Dieser unmittelbaren Bedürfnisbeantwortung wird nach und nach eine Beziehungsgestaltung.
00:19:45: Und aus dem Zentrum, in dem das Baby am Anfang ganz selbstverständlich steht, wird ein Platz innerhalb eines größeren Ganzenen.
00:19:53: Und als systemischen Sicht bedeutet es, dass Kind nicht das Zentrum um sich alles dauerhaft dreht sondern ist Teil eines Systems.
00:20:01: Und dieses System des Lebt davon, dass alle darin einen Platz haben!
00:20:06: Und für mich ist es ein echt wichtiger Perspektivwechsel zu verstehen, dass ich meinem Kind nicht schade, wenn ich mich wieder mit einbeziehe.
00:20:13: Sondern das ich ihm sogar etwas ganz Wichtiges mitgebe.
00:20:17: Dass er nicht allein ist und in Beziehung ist.
00:20:21: Das Bedürfnisse nebeneinander existieren dürfen weil das zeigt sich in ganz kleinen Situationen im Alltag dass ich zum Beispiel was zu Ende mache, dass sich nicht sofort reagiere sondern kurz ankündig.
00:20:32: Ich komme gleich!
00:20:34: Dass mein Kind erlebt, ich bin da aber ich bin nicht ausschließlich verfügbar und dabei bleibt die Verbindung trotzdem aus denen.
00:20:42: Es geht überhaupt nicht darum dürfen es jetzt übergehen oder Kinder warten zu lassen sondern darum ihn nach und nach zuzumuten Teil eines Miteinanders zu sein.
00:20:51: Und auch Gefühle dürfen da natürlich dabei sein, das Kind darf dadurch unzufrieden sein wenn es mal warten muss und das begleite ich.
00:21:00: aber ich glaube genau darin liegt auch was wertvolles dass Kinder erleben eben nicht nur diese Sicherheit durch die unmittelbaren Reaktionen sondern auch durch die Verlässlichkeiten miteinander.
00:21:10: das jemand da ist das jemand führt das Leben nicht nur aus ihren Bedürfnissen besteht und sie trotzdem gesehen sind holt ganz viel Druck raus.
00:21:21: Ich muss nicht immer alles sofort erfüllen, ich bin wieder Mensch und ja und dadurch wird dann auch die Verbindung nochmal anders vielleicht auch wieder klarer.
00:21:33: das Verbillenleben dreht sich wieder um alle Personen Ja und ich finde es ist auch beim zweiten Kind dann wieder einfach oder bei weiteren Kindern wie beim ersten kind wo's halt tatsächlich sich einfach noch sehr viel ums Kind dreht und sich alles neu einspielt.
00:21:54: Genau, mein sechster Punkt ist das Dorf.
00:22:00: Viele von uns wünschen sich ein Dorf aber wir sind oft nicht so richtig bereit wirklich Teil davon zu sein.
00:22:05: ja es bedeutet natürlich trotzdem auch wenn wir uns eine Unterstützung sehen dass wir natürlich auch unterstützen dass wir auch für andere Menschen da sind.
00:22:18: Nach Austausch, ja Menschen die uns tragen aber auch das wie natürlich tragen und es wir austauschen und kommunizieren.
00:22:26: Und schwierig ist dabei auch oft dass wir klare Vorstellung davon haben wie diese Menschen sein sollen, dass sie am besten genauso denken handeln sollten wie wir die gleichen Werte haben.
00:22:37: Das wird dann vielleicht manchmal schwierig.
00:22:39: ein echtes Dorf besteht nicht aus Menschen die alles gleich machen sondern aus Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen Hintergründen stärken.
00:22:48: Eigentlich die Qualität liegt mehr, dass wir uns ergänzen.
00:22:51: Dass jemand vielleicht eine Klarheit hat, die mir gerade fehlt, dass jemand Dinge anders sieht, das nicht alles perfekt zu mir passt aber trotzdem ja, ergänzten wir uns gut!
00:23:01: Und ich glaube, unsere Generation steht davon eine sehr besondere Herausforderung.
00:23:06: Weil wir haben heute unglaublich viel Wissen!
00:23:07: Wir lesen und hören Podcasts, wir reflektieren sehr viel und gleichzeitig kann genau das auch verunsichern weil wir das Gefühl haben es richtig machen zu müssen oder anders als die Generation vor uns.
00:23:19: und vieles hat sich verändert.
00:23:21: Wir haben neue Erkenntnisse, wir haben ein anderes Bewusstsein aber das bedeutet nicht dass alles was vorher war falsch ist.
00:23:26: Ich glaub Es liegt eine große Chance darin, dass wir beides verbinden.
00:23:30: Dass wir offen bleiben und zuhören.
00:23:33: Und dass wir nicht jeden Ratschlag sofort als Kritik verstehen.
00:23:37: Oft steckt dahinter einfach der Wunsch sich einzubringen, Erfahrungen weiterzugeben oder teilzusehen.
00:23:44: Gleichzeitig dürfen wir natürlich unseren eigenen Weg gehen.
00:23:46: Das geht nicht darum alles anzunehmen sondern darum im Kontakt zu bleiben.
00:23:50: Respektvoll mit dem was die anderen mitbringen und klar in dem was dann auch für uns passt.
00:23:57: Ein Bedorf bedeutet eben nicht, dass alles immer leicht ist.
00:24:00: Sondern das wir es gemeinsam tragen.
00:24:03: und vielleicht beginnt es genau da, dass wir selbst wieder mehr bereit sind uns einzulassen Unterschiede auszuhalten und auch Beziehung wachsen zu lassen auch wenn sie nicht perfekt sind.
00:24:14: Genau!
00:24:15: Das sind so meine sechs Punkte.
00:24:18: Und ja Das sind vielleicht Dinge, die ich gern früh gewusst hätte und gleichzeitig weiß ich.
00:24:25: Ich hätte vieles erst verstehen können als ich dann wirklich auch drin war.
00:24:29: Deshalb ist alles schon richtig so wie es ist und dass wir unsere Erfahrungen machen.
00:24:34: Aber vielleicht nimmst du dir was draus mit?
00:24:38: Vielleicht ist das, dass du dein Kind vertrauen darfst, dass zu dir selbst vertrauen kannst und dass du deinen eigenen Weg gehen kannst... Ja!
00:24:46: Ich würde mich freuen, von dir zu hören was du gerne früher gewusst hättest.
00:24:50: Gerne hier unter der Folge wenn du es bei Spotify hörst oder kommst uns auch gern zur Instagram.
00:24:58: unter achtsambund erleben findest du mich dort und da tausche ich mich auch sehr gerne mit dir aus und freue mich sehr wenn ihr euch noch kurz die Zeit nehmt für eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast.
00:25:10: das hilft mir selber selbst in meiner Selbstwirksamkeit Und jetzt kommen die Verhasbler und ich muss ganz dringend ins Bett.
00:25:20: Ich wünsche dir eine gute Woche, eine gute Zeit!
00:25:23: Und freue mich wenn wir uns das nächste Mal wieder hören.
00:25:26: Bis dahin alles Gute.
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